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Soft Bondage - So aufregend können Fesselspiele sein

Das wünschen sich viele Frauen und Männer: Dem Partner oder der Partnerin ausgeliefert zu sein, sich zu unterwerfen und die Liebe auf völlig neue Art und Weise zu erleben. Umgekehrt hat der Wunsch ebenfalls seine Berechtigung, denn nicht wenige Menschen träumen davon, bei Fesselspielen der aktive Part zu sein.

mit schwarzem Tuch gefesselte Frauenhände, Männerhand zieht am langen Ende des Tuches

Soft Bondage: Was ist das eigentlich genau?

Grundsätzlich gehört Soft Bondage zum großen BDSM-Bereich. Die beiden ersten Buchstaben der Abkürzung stehen für Bondage & Discipline. Diese Begriffe gehören zusammen. Logisch, denn wenn du jemanden fesselst oder du dich fesseln lässt, ist der Vorgang ohne einen "Erziehungsfaktor", Disziplin und Unterwerfung nicht denkbar.

Soft Bondage ist die sanfte Variante. Die Fesselung soll vor allem Spaß machen. Die Umsetzung der beiden weiteren Buchstaben, SM als Abkürzung für Sado-Maso-Praktiken, haben bei Soft Bondage nichts zu suchen. Schmerzen oder gar Verletzungen sind keinesfalls erwünscht. Damit du mit dem nötigen Wissen in die Bondage-Session gehst, ist die Kenntnis weiterer "Fachausdrücke" hilfreich. Der aktive, dominante Partner wird als Dom oder Top bezeichnet, der gefesselte, devote Partner als Sub oder Bottom.

Vor dem Start: Besprechen, was erlaubt und erwünscht ist!

Damit Soft Bondage die gewünschte Wirkung entfalten kann, solltest du dir gemeinsam mit deinem Partner überlegen, wie die Fesselung stattfinden soll. "Alles kann, nichts muss" ist ein bewährtes Motto, beide sollen mit der Vorgehensweise einverstanden sein und sich dann auch daran halten. Es ist zum Beispiel möglich, nur die Hände aneinander zu fesseln, das schränkt den Bewegungsspielraum schon erheblich ein.

Eine andere Variante: Der oder die Partnerin wird mit den Händen an die Bettpfosten gefesselt. Sehr gut eignen sich Bettgestelle aus Metall, die viel Spielraum bieten. Wer kein geeignetes Bett zur Verfügung hat, wird entweder handwerklich kreativ oder weicht auf andere stabile Möbel aus (Matratze vor dem Heizkörper funktioniert immer). Bei der fortgeschrittenen Version fesselst du auch die Füße. Dafür müssen die Beine gespreizt und festgebunden werden. Zusätzlich kannst du deinem Sexpartner auch die Augen verbinden, das erhöht den Reiz!

Sicherheit an erster Stelle

Besprecht also in Ruhe, wie ihr euch die Bondage-Session vorstellt. Besonders wichtig ist das Vorgespräch immer dann, wenn es sich um neue Partner handelt. Du hast beispielsweise über das Netz "Fickkontakte" kennengelernt, beim Chatten stimmt die Chemie, und ihr seid beide heiß auf Fesselspiele: Super, aber achtet auf die Sicherheit. Außer dem Plan für Soft Bondage gehört die Einhaltung der gängigen Sicherheitshinweise dazu. Safe, sane, consensual: Das bedeutet im Klartext sicher, gesund und einvernehmlich. Vereinbart außerdem ein Codewort, mit dem der gefesselte Partner die Session sofort abbrechen kann.

Die Zutaten für eine gelungene Fesselung

Angeblich steigt seit "Fifty Shades of Grey" der Umsatz von Kabelbindern in den Baumärkten - wir raten aber von den dünnen unpraktischen Dingern ab. Viel besser eignen sich Seidentücher, Satinschals oder weiche Lederriemen, die du in jedem gut sortierten Sexshop online bestellen kannst. Leder hat meist einen Fetisch-Charakter. Das sinnliche Material steigert das Lustempfinden. Ebenfalls sehr gut sind Schnüre und Seile oder Handschellen geeignet, die es in vielen verschiedenen Varianten gibt, unter anderem auch weich gepolstert. Wenn du zusätzlich die Augen verbinden möchtest, verwende ein weiches Tuch oder eine Schlafmaske.

Beim ersten Mal: Nicht zu fest fesseln!

Eine gekonnte Fesselung erfordert ein wenig Übung. Das heißt, du darfst den Partner schon festbinden, du musst aber darauf achten, dass die Tücher oder Riemen nicht zu fest sitzen. Die Durchblutung darf nicht eingeschränkt werden. Mit Handschellen kannst du dieses Risiko vermeiden. Vorsicht auch bei besonders raffinierten Knoten: Wenn du die Fesselung danach nicht wieder lösen kannst, bleibt nur der Griff zur Schere oder zu einem Cutter.

Hilflos ausgeliefert: Jetzt kann's losgehen!

Nach allen Vorbereitungen liegt dein Partner oder deine Partnerin gefesselt vor dir. Du hast jetzt freie Hand und kannst mit ihm oder ihr anstellen, was du möchtest. Natürlich immer unter der Vorgabe, dass er oder sie damit grundsätzlich einverstanden ist! Soft Bondage bietet außerdem viele Varianten. So kannst du zum Beispiel auf die Fesselung am Bett verzichten und deinen Partner oder deine Partnerin nach Wunsch verschnüren. Binde ihm/ihr die Hände auf den Rücken oder mach ein verführerisches Paket daraus!

Bist du auf den Geschmack gekommen? Dann erweitere die sexuellen Spielarten! Entdecke Fetische oder lass dir von einer Geldherrin Befehle erteilen. Überaus erotisch und sinnlich sind auch Rollenspiele, hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Probier's einfach mal aus!

Bildnachweise Fotolia:
1. Bild © Alessandro Biascioli
2. Bild © Alexandr Yermakov
3. Bild © artit

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